Erhöhte Verkehrssicherheit und finanzielle Optimierung
Mit Hilfe von Glättemeldeanlagen (GMA) ist die ständige Überwachung besonders glätteanfälliger Bereiche im Straßennetz möglich. Damit lässt sich die Verkehrssicherheit in dem von Ihnen betreuten Bereich deutlich erhöhen. Außerdem ermöglicht die ständige Erfassung von Messdaten die Optimierung von Winterdiensteinsätzen. So lässt sich frühzeitig erkennen, ob von einer frühwinterlichen Reiflage zum Beispiel nur bestimmte Brücken betroffen sind oder weite Teile des Straßennetzes gefährlichen Reifansatz zeigen.
Besonders außerhalb des Kernwinters werden Kontrollfahrten immer wieder zu den gleichen Stellen im Straßennetz durchgeführt. Dabei wird durch in Augenscheinnahme geprüft, ob sich Glätte an empfindlichen Punkten gebildet hat. Erst anschließend erfolgt der Winterdiensteinsatz. Hier helfen Glättemeldeanlagen, Kontrollfahrten zu vermeiden oder zumindest zeitlich und räumlich besser zu gestalten. Denn häufig werden die Kontrollfahrten bei kritischen Wetterlagen zum falschen Zeitpunkt durchgeführt, wenn noch gar keine Glätte entstanden ist. Die tiefste Belagstemperatur wird nämlich in klaren Nächten im Regelfall erst kurz nach Sonnenaufgang erreicht.
Zur Bestimmung wo eine Glättemeldeanlage sinnvoll ist, sollten neben der eigenen Erfahrung auch Erkenntnisse aus einem Thermal Mapping sowie die Beratung durch erfahrene Winterdienst-Meteorologen herangezogen werden.
Technik
Wichtigste Komponente der Glättemeldeanlage ist die im Belag eingelassene Fahrbahnsonde. Durch die Sonde werden je nach Hersteller unter anderem Belagstemperatur, Feuchtigkeit und Wasserfilmhöhe, Leitfähigkeit und Gefriertemperatur bestimmt. Die Bestimmung der Gefriertemperatur, also der Temperatur bei der Wasser auf der Straße anfangen wird zu gefrieren und Glätte zu bilden, kommt dabei besondere Bedeutung zu. Mit ihr ist es möglich festzustellen, ob noch ausreichend Auftaumittel auf dem Straßenbelag vorhanden oder ein weiterer Streueinsatz erforderlich ist.
Dabei kann man prinzipiell zwei Verfahren zur Bestimmung der Gefriertemperatur unterscheiden:
- Bei der passiven Methode wird die Gefriertemperatur im wesentlichen aus der Belagstemperatur, Wasserfilmhöhe und der Leitfähigkeit abgeleitet. Die Leitfähigkeit ist umso größer, je salzhaltiger die Fahrbahn ist.
- Bei der aktiven Methode kühlt die Bodensonde die Lösung ab und erwärmt sie wieder. Dadurch lässt sich der Gefrierpunkt der Lösung feststellen, da beim Gefrieren Wärme freigegeben wird, die von der Sensortechnik erfasst werden kann.
Generell ist keine Aussage darüber möglich, ob aktive oder passive Sensortechnik bessere Ergebnisse in der Bestimmung der Gefriertemperatur liefert. Dies ist in jedem Einzelfall zu untersuchen und hängt von den geographischen und klimatischen Gegebenheiten ab. MeteoGroup Deutschland berät in dieser Hinsicht seine Kunden gerne bei der Auswahl.
MeteoGroup Deutschland kann die Daten sämtlicher namhafter Hersteller von Glättemeldeanlagen verarbeiten und in glaette24 präsentieren. Besonders eng haben wir die Schnittstellen mit den Firmen Lufft und MicKS abgestimmt.



