Temperatur
 

Erwärmung durch die Sonneneinstrahlung

Die Sonnenstrahlung, welche die Erdoberfläche erreicht, wird von ihr teilweise absorbiert und in Wärme umgewandelt. Wie viel Wärme von der Erdoberfläche aufgenommen wird, hängt stark von der Art und Beschaffenheit der Oberfläche ab.

Dunkle Oberflächen, wie zum Beispiel schwarzer Asphalt, nehmen mehr Energie auf als helle Oberflächen. Schwarze Asphaltstraßen erwärmen sich daher schneller und mehr als Straßen mit einem hellen Belag. Ein Teil der absorbierten Sonnenstrahlung wird als Wärme in die unteren Bodenschichten weitergeleitet.

Ein anderer Teil der Sonneneinstrahlung wird als Wärme an die bodennahen Luftschichten abgegeben. Dadurch erwärmt sich tagsüber die unterste Luftschicht als erstes. An einem Strahlungstag ist die Luft direkt über dem Erdboden am wärmsten. Mit der Höhe nimmt die Temperatur ab, in der Regel um 6 bis 10 Grad pro Kilometer.

Abkühlung durch Ausstrahlung

Die Hauptursache für die Abkühlung einer Straßenoberfläche ist die ständige Ausstrahlung von Wärme. - Jeder Körper strahlt in Abhängigkeit von seiner Temperatur permanent eine bestimmte Menge Wärme ab. - Diese Wärmestrahlung findet Tag und Nacht statt, so dass im Winter bei niedriger Sonneneinstrahlung sogar tagsüber ein Wärmeverlust an der Erdoberfläche möglich ist. Vor allem aber während einer wolkenlosen und windschwachen Nacht kühlt sich die Erdoberfläche stark ab.

Die Abkühlung der Luft geschieht zuerst direkt über dem Boden und erst später durch Luftvermischung auch in einigen Metern Höhe. So gibt es an sogenannten Strahlungstagen einen markanten Gang der Temperatur, welcher jeweils in fünf Zentimeter und zwei Meter Höhe über Grund registriert wird.

Die Tatsache, dass kalte Luft schwerer ist als warme, kann bei hügeliger Landschaftsform zu sogenannten Kaltluftseen führen. Die unteren kalten und relativ schweren Luftschichten sammeln sich dann nachts in den Senken und Tälern, was dazu führt, das entsprechende Straßenabschnitte besonders glätteanfällig sind.