Abkühlung durch Ausstrahlung
 

Im Gegensatz zu dem, was oftmals behauptet wird, ist die Zufuhr von kalter Luft nicht die Hauptursache des Temperaturrückgangs an der Erdoberfläche. Die Hauptursache ist die ständige Ausstrahlung von Wärme (jeder Körper strahlt in Abhängigkeit von seiner Temperatur permanent eine bestimmte Menge Wärme ab).

Diese Wärmestrahlung findet Tag und Nacht statt, so dass im Winter bei niedriger Sonneneinstrahlung sogar tagsüber ein Wärmeverlust an der Erdoberfläche möglich ist. Vor allem aber während einer wolkenlosen und windschwachen Nacht kühlt sich die Erdoberfläche stark ab.

Die Abkühlung der Luft geschieht zuerst direkt über dem Boden und erst später durch Luftvermischung auch in einigen Metern Höhe. So gibt es an sogenannten Strahlungstagen einen markanten Gang der Temperatur, welcher jeweils in fünf Zentimeter und zwei Meter Höhe über Grund registriert wird.