Die Auswirkungen des Windes
 

Die Luft selbst ist ein schlechter Wärmeleiter. Beim Hausbau wird sie sogar zur Wärmedämmung genutzt.

Der Transport von Wärme zwischen den untersten und oberen Luftschichten kann nur mit Hilfe des Windes beziehungsweise durch Turbulenzen in der Atmosphäre erreicht werden. Die Temperaturänderung mit der Höhe ist stark von den Windverhältnissen abhängig. An einem windigen Sommertag kann sich die Erdoberfläche bei gleicher Einstrahlung weniger aufheizen als bei Windstille.

Der gleiche Effekt ist während einer klaren Nacht zu beobachten. Bereits vor Sonnenuntergang kommt die Abkühlung der Erdoberfläche in Gang. Wie weit die Temperatur der Oberfläche unter die Lufttemperatur sinken kann, hängt in einer klaren Nacht vor allem von den Bewölkungsverhältnissen sowie von der herrschenden Windgeschwindigkeit ab. Bei einer windschwachen Wettersituation wird sich die Erdoberfläche sehr viel schneller abkühlen als bei Sturm. Bei starkem Wind kann immer wieder wärmere Luft aus höheren Schichten "heruntergemischt" werden, mit dem Erdboden in Kontakt kommen und dabei Wärme abgeben. Bei wenig Wind kühlen sich die untersten Luftschichten dagegen bedingt durch den sich schnell auskühlenden Erdboden zügig ab. Es entsteht ein starkes Temperaturgefälle mit niedrigen Werten am Erdboden und wärmerer Luft in der Höhe – eine Inversion. Durch den fehlenden Wind und damit fehlende Turbulenzen erfolgt kein Temperaturaustausch zwischen den Luftschichten. In Tälern und Senken können sich sogenannte "Kaltluftseen" bilden .