Nebel
 

Bei Nebel handelt es sich um tief liegende bzw. auf dem Erdboden aufliegende Wolken. Nebel und Wolken bestehen aus kondensiertem Wasserdampf.

 

Strahlungsnebel

Strahlungsnebel bildet sich oft während klarer Nächte mit wenig Wind. Der Boden und später auch die untersten Luftschichten kühlen sich dabei stark ab. Sinkt die Lufttemperatur im Laufe der Nacht unter die Taupunkttemperatur, so muss die Luft den in ihr enthaltenen Wasserdampf in Tröpfchenform ausscheiden. Die Tröpfchen lagern sich dabei an hygroskopischen Staubteilchen der Luft an. Es entsteht Nebel.

Die Abkühlung des Erdbodens unterscheidet sich häufig von Ort zu Ort und kann kleinräumig sehr unterschiedlich sein. So ist auch die Sichtminderung unterschiedlich stark ausgeprägt oder es entstehen isolierte Nebelbänke.

Am schnellsten entsteht Strahlungsnebel über Wiesen, denn Gras kühlt sich schnell ab und Wiesen liefern zusätzliche Feuchtigkeit.

Die Straßenoberfläche kühlt sich dagegen nicht so rasch ab. Außerdem sorgt der rollende Verkehr für eine Durchmischung der unteren Luftschichten. So können sich von einer benachbarten Wiese hereintreibende Nebelschwaden teilweise wieder auflösen.

 

Advektionsnebel

Advektiver Nebel entsteht durch den Transport von relativ warmer und feuchter Luft über eine kältere Oberfläche hinweg.

Dies geschieht häufig im Winter, wenn das Meerwasser noch relativ warm ist. Die Luft trifft dann mit einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit auf kältere Landflächen. Sie kühlt sich ab und bei Unterschreiten der Taupunkttemperatur entsteht Nebel. Dies kann auch bei bewölkten Himmel geschehen.

Auch über dem Meer kann Nebel entstehen, wenn kalte Luft über eine deutlich wärmere Wasseroberfläche strömt. Aufgrund des großen Feuchtigkeitsangebotes über der warmen Meeresoberfläche nimmt die kalte Luft soviel Feuchtigkeit auf, dass der Taupunkt erreicht wird und sich feine Tröpfchen bilden.

 

Raureifnebel

Bei Temperaturen zwischen 0 und minus 20 Grad kann ebenfalls Nebel entstehen, der dann in der Luft kleine unterkühlte Wassertröpfchen enthält. Ein Wassertropfen muss bei einer Temperatur unter 0 Grad nicht zwangsläufig gefrieren. Dabei spielt die Form der Oberfläche und der sogenannte Kondensationskern, um den sich der Tropfen bildet, eine Rolle. Auch die meisten Wolken enthalten unterkühlte Wassertropfen.

Schlagen sich die Nebeltropfen durch den Wind oder ihr Eigengewicht an Gegenständen nieder, so gefrieren sie spontan und es entsteht Reif. In extremen Fällen kann der Reifansatz an Bäumen oder Stromleitungen sogar zu Eisbruch führen. Auch auf Straßen und Gehwegen ist bei solchen Wetterlagen starke Reifglätte möglich.