Relative Feuchte
 

Die relative Feuchte (rF) gibt das Verhältnis von aktuellem zu maximal möglichem Wasserdampfgehalt der Luft bei der aktuellen Temperatur an. Wenn sich diese Luft abkühlt, nimmt die relative Luftfeuchtigkeit zu, denn kältere Luft kann immer weniger Wasserdampf aufnehmen. Schließlich beträgt die relative Luftfeuchte 100%, die Luft enthält genau so viel Wasserdampf, wie sie maximal aufnehmen kann. Die Lufttemperatur ist gleich der Taupunktstemperatur. Der Feuchtegehalt der Luft wird meist in Prozent angegeben.

Wenn sich Luft mit einer relativen Feuchte von 100% weiter abkühlt, gibt es einen Überschuss an Wasserdampf und es kommt zu Kondensation. Kleine Wassertröpfchen bilden sich und Nebel oder (in größeren Höhen) Wolken entstehen. Diesen Effekt kann man auch im Winter beobachten, wenn unsere Atemluft als Dampf sichtbar wird.

Nach einer Winterdienst-Streuaktion gibt es einen anderen Effekt, der mit der relativen Luftfeuchte zusammenhängt: Während die Straßen tagsüber durch die Erwärmung und den Verkehr häufig abtrocknet, werden die Straßen abends und nachts wieder feucht. Bei steigender relativer Luftfeuchte zieht das noch auf den Straßen liegende Salz nämlich die Feuchtigkeit an (hygroskopischer Effekt).

Wann das Salz Feuchtigkeit anzieht, ist beim Einsatz von Nasssalz von der nassen Komponente abhängig. CaCl2 ist hygroskopischer als NaCl. Dadurch wird CaCl2 schon bei einer niedrigeren relativen Feuchte Feuchtigkeit anziehen.