Taupunkttemperatur
 

Die Taupunkttemperatur (kurz: Taupunkt) ist ein Maß für den Feuchtgehalt der Luft. Der Taupunkt gibt den Wert der Lufttemperatur an, bis zu der sie sich abkühlen muss, damit sie vollständig gesättigt ist. Denn um so kühler die Luft ist, um so weniger Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. D.h. wenn die Taupunkttemperatur erreicht wird, fällt Feuchtigkeit in Form von Nebel oder Wasserablagerung auf Oberflächen aus (Kondensation).

Der Taupunkt ist beim Entstehen von Glätte sehr wichtig, um zu bestimmen, wann sich durch Kondensation Feuchtigkeit auf der Straßenoberfläche niederschlägt. Der Kondensationsprozess beginnt nämlich dann, wenn die Straßenoberflächentemperatur unter die Taupunkttemperatur sinkt.

Allgemein tritt Kondensation auf Straßen unter folgenden Bedingungen auf:

  • Während einer klaren und windstillen Nacht, wenn die Straßenoberflächentemperatur durch Ausstrahlung unter den Taupunkt sinkt (gilt vor allem für Brücken)
  • Nach einer kalten Periode (niedrige Boden- und Straßenoberflächentemperaturen) wird milde und feuchte Luft herangeführt, wodurch der Taupunkt schnell ansteigt und die Straßenoberflächentemperatur noch unter dem Taupunkt bleibt.